Stadttor und Stadtmauer

Mittelalterliche Stadtbefestigung teilweise zu sehen
Mühlentor und Innerer Mauerring begehbar

Bräunlingen wurde vermutlich bereits um 1200 unter der Herrschaft der Zähringer Herzöge ummauert. Die Stadtbefestigung zum Schutz der Siedlung bestand aus Mauer, Graben und Wall, einer ab dem 12. Jahrhundert üblichen Art der Siedlungssicherung. Die Rückwand der Häuser in der Kirchstraße, Blaumeerstraße, Zwingelgasse und Sommergasse bildeten den inneren Mauerring. Zwischen dem inneren und einem äußeren Mauerring lag der 13,5 bis 18 Meter breite Stadtgraben. Die Reste dieser alten Befestigung lassen sich bei einem Spaziergang auf dem Grabenring heute noch sehen.

Zugang zur Stadt erhielten Besucher und Bürger durch eines der vier Stadttore. Bis heute erhalten blieb das Mühlentor, auch Niedertor genannt, während Kirchtor, Waldtor und Gupfentor bereits Mitte des 19. Jahrhunderts abgerissen wurden. Erbaut vermutlich um 1203, brannte das Mühlentor 1719 ab und wurde wieder aufgebaut. Die Inschrift erinnert an die Zeit von 1305 bis 1805, als Bräunlingen mit Unterbrechungen zu Vorderösterreich gehörte. Wieder umgebaut wurde das Mühlentor 1904, renoviert in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Ein erneutes Facelifting erhielt das Tor 2017. Dabei wurden die Statik, Teile des Fachwerks, das Dach und historische Malereien erneuert und das Tor durch LED-Beleuchtung besser in Szene gesetzt.

Die Besichtigung von Mühlentor und Stadtmauer lässt sich gut in den Historischen Stadtrundgang integrieren. Der entsprechende Flyer ist bei der Tourist-Information erhältlich oder lässt sich unter Service herunterladen.

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